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Dienstag, 27. November 2012

Babybauch und väterliche Geburtsgeschichten

Wenn man mit dicken Babybauch, wie die Weißwurst kurz vorm platzen, unterwegs ist zaubert man den meisten Leuten ein Lächeln auf die Lippen. Die meisten freuen sich eine Schwangere zu sehen. Leute sprechen einen auch gerne mal drauf an.

Bisher dachte ich eigentlich, dass sich besonders Mütter für Schwangerschaft und Geburt interessieren und von ihren eigenen Erfahrungen berichten, aber Väter sind da kein bisschen besser.
In der Arbeit habe ich zum größten Teil mit Männern zu tun und von ca. 90% der Väter in der Arbeit kenne ich auch die Geschichte der Geburt ihrer Kinder. Sogar mein Chef-Chef-Chef hat mir in allen Details über die Geburt seiner drei Söhne erzählt.

Pünktlich zum Mutterschutz ging mein Auto kaputt. Als ich mein Gefährt dann dort hin brachte erzählte mir auch der Werkstattmeister in aller Ausführlichkeit von der Geburt seine Söhne.
"..und ein echter Mann steht auch mal am Fußende," schloss er.

Freitag, 14. September 2012

Mein innerer Lästerwurm: Geplanter Kaiserschnitt im 8. Monat und die Figur

Selbst in seriösen Zeitungen wie der Süddeutschen Zeitungen und ähnlichen Zeitungen sieht man immer wieder Bilder von irgendwelchen Promimamas, die sich 6 Wochen nach der Geburt wieder mit Bikinifigur präsentieren.
Bisher dachte ich ganz naiv: "Ja mei, die haben halt ihre Personal Trainer, Kindermädchen, Make up Artists, Köche, Friseur etc... damit sie nach der Geburt wieder so ausschauen." Dann bin ich irgendwie beruhigt. Wenn man viel Arbeit in irgendwas steckt, dann soll man doch auch ein gutes Resultat sehen.
Jetzt habe ich gelesen, dass viele von den Promimamas extra einen Monat zu früh einen Kaiserschnitt machen lassen, damit das Bauchgewebe nicht so gedehnt wird. 4 Wochen früher sind zwar heutzutage kein Problem mehr, aber es ist dennoch eine Frühgeburt.
Das heißt zum Personal Trainer, dem Kindermädchen, dem Make up Artist, dem Koch, dem Friseur etc. kann ich jetzt auch noch die geplante Frühgeburt setzen.
Das reduziert den Perfektionsdruck dann doch noch mal enorm. Wenn ich nach der Geburt nicht mehr eine Kugel auf Beinen bin sondern einigermaßen nach was ausschaue, ohne Armee an Beautyexperten und ohne Frühchen, bin ich doch eigentlich schon verdammt gut. :)

Montag, 3. September 2012

Schwangerschaftsdemenz: Fühl dich wie eine Physikerin

Jetzt habe ich es tatsächlich geschafft fast eine halbe Stunde nach den blöden Deckchen zu suchen.
Ich wusste noch ganz genau, dass ich sie weggeräumt hatte, aber nicht mehr wohin.
Zuerst dachte ich, dass mich die Schwangerschaftsdemenz nun auch erwischt hat.
Wenn ich jedoch der Wahrheit die Ehre gebe, so muss ich zugeben, dass ich auch schon vor der Schwangerschaft zu den eher zerstreuten Zeitgenossen gehört habe. Ja, ich habe auch schon Stunden damit verbracht meine Brille zu suchen und habe sie dann im Kühlschrank gefunden und das im unschwangeren Zustand. :)



Montag, 20. August 2012

Von Wöchnerinnen, dem Baby auf dem Feld und Wiedergängern

Mehrere Leute haben mir schon im halb im Spaß erzählt, dass "damals" die Frauen auf dem Feld ihre Kinder bekommen haben und direkt danach weiter mit der Ernte geholfen haben/am nächsten Tag wieder in der Fabrik waren. Daraufhin kommt dann eben, wie gut es werdende Mütter heutzutage in Deutschland haben, da frau nach der Geburt noch 8 Wochen im Mutterschutz ist.
Doch stimmt das wirklich? War das "damals", was auch immer "damals" ist, wirklich so? Haben die Frauen nach der Geburt wirklich nach nur wenigen Tagen wieder voll gearbeitet? Sind wir Frauen heutzutage wirklich so verweichlicht?
Schon die Begriffe "Wöchnerin" und "Wochenbett" weisen darauf hin, dass es nach der Geburt einen Zeitraum gibt, der mehrere Wochen umfasst und das dass ganze mit liegen/schonen zu tun hat.

(Kurzer Flashback in meine Kindheit: In den ganzen Märchen sind doch die Mütter immer im Wochenbett gestorben und deswegen hat der Vater immer die böse Stiefmutter geheiratet. OMG)


Ich habe mal ein bisschen im Internet recherchiert:
Nach der christlichen Lehre galt die Wöchnerin als unrein. Also direkt wieder raus aufs Feld um dort bei der Ernte zu helfen - wohl eher nicht. Sie sollte ja nicht das Haus verlassen und galt als besonder anfällig für den Teufel und Dämonen.So einen Unheilbringer braucht man sicher nicht auf dem Feld.
Ach ja, und wenn eine Wöchnerin im Kindbett starb konnte sie als Wiedergänger zurück kehren.
Hierbei handelt es sich jedoch um das mittleralterliche "Damals".

Ich schau dann mal, ob ich was etwas aktuelleres finde:
In Deutschland gibt es seit 1878 ein Mutterschutzgesetz. Allerdings sah es nur 3 arbeitsfreie Wochen vor. Das aktuelle Gesetz wurde aber schon 1952 beschlossen, was ja auch 60 Jahre her ist. Das heißt heute ca. 80-jährige haben schon davon profitiert.

Vielleicht sind wir Frauen von heute doch nicht so furchbare Mimöschen, Jammerlappen und Faulpelze, als die wir immer wieder gerne dargestellt werden.

P.S: In anderen Kulturen gibt es die Wochenbetttradition offenbar auch.